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Ferrari 335 S

Ferrari 335 S (1957–1958)

Foto: Mr.choppers · CC BY-SA 3.0

Einsatz1957–1958
MotorV12
Leistung400 PS
Höchsttempo300 km/h
Stückzahl4
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Der Ferrari 335 S war die direkte Antwort auf den Maserati 450S, dessen 4,5-Liter-Motor die 3,8-Liter-315 S und 3,5-Liter-290 MM zu überflügeln drohte. Sein Jano-V12 hatte 4023 cm³ und 400 PS, damit sollte er rund 300 km/h schnell sein. Seine Geschichte ist von einem Unglück überschattet: Bei der Mille Miglia 1957 platzte an einem 335 S mit Alfonso de Portago am Steuer ein Reifen, neun Zuschauer starben, und die Rennserie wurde wegen der öffentlichen Empörung eingestellt. Enzo Ferrari wurde verklagt und erst 1961 freigesprochen. Vier Wagen entstanden.

Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.

Wissenswert

  • Wegen seiner aussergewöhnlichen Leistung nannte man den 335 S auch «Super Testarossa».
  • Alfonso de Portago sass 1957 nur am Steuer, weil der erkrankte Luigi Musso ausfiel; bei dem Unfall starb auch sein Beifahrer Edmund Gunner Nelson.
  • Das 3-Liter-Limit ab 1958 war eine Reaktion auf das Mille-Miglia-Unglück und frühere Tragödien; es machte den 335 S unzulässig.
  • Beim Venezuela-Rennen 1957 gewann ein 335 S mit Collins und Hill, die Ergebnisse brachten Ferrari erneut den Weltmeistertitel der Sportwagen.
Mehr erfahrenDer Motor · Antrieb und Fahrwerk · Die Saison 1957 · Titel und Ende

Der Motor

Der 335 S war der dritte und letzte Rennwagen der Viernockenwellen-Ferrari von 1957. Wie 290 S und 315 S baute er auf dem 290 MM auf, hatte aber das verstärkte Fahrgestell des 290 S. Der Motor wurde auf 4023 cm³ aufgebohrt, mit 77 mm Bohrung und 72 mm Hub. Sechs Weber-Vergaser vom Typ 44 DCN und Doppelzündung brachten bei 9,2:1 Verdichtung 400 PS bei 7400/min. Zylinderkopf und Block bestanden aus Leichtmetall, geschmiert wurde per Trockensumpf.

Antrieb und Fahrwerk

Die Mehrscheibenkupplung sass direkt unter dem Anlasser, von dort lief die Kardanwelle mit Motordrehzahl nach hinten zum Vierganggetriebe mit ZF-Sperrdifferenzial an der De-Dion-Achse. Eine hochgeführte Querblattfeder sollte die Seitenneigung verringern. Der vernietete Aluminiumtank fasste 180 Liter und sass so weit vorn wie möglich. Vorn gab es doppelte Dreieckslenker mit Schraubenfedern und Querstabilisator, die ZF-Lenkung arbeitete mit Schnecke und Zahnsegment.

Die Saison 1957

Nach dem Mille-Miglia-Unglück startete nur noch ein 335 S beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring und wurde mit Collins und Gendebien Zweiter hinter einem Aston Martin DBR1. In Le Mans fielen beide 335 S aus, die Jaguar D-Type belegten die ersten vier Plätze. Collins und Phil Hill wurden in Schweden Zweite hinter einem Maserati 450S. Beim Finale in Venezuela gewannen Collins und Hill, Hawthorn und Musso kamen als Zweite ins Ziel.

Titel und Ende

Zusammen mit dem Mille-Miglia-Sieg eines 315 S und dem Erfolg eines 290 MM in Buenos Aires sicherte Venezuela Ferrari den Titel, den die Marke seit 1953 in jeder Saison geholt hatte, ausser 1955, als Mercedes startete. Für 1958 galt dann ein 3-Liter-Limit, eine Folge der Mille Miglia, der Katastrophen von Le Mans und Dundrod 1955 und weiterer Tragödien. Der 335 S war damit nicht mehr startberechtigt; Ferrari ersetzte ihn durch den 250 TR.

Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.

Häufige Fragen zum Ferrari 335 S

Wann wurde der Ferrari 335 S eingesetzt?

Der Ferrari 335 S wurde von 1957 bis 1958 eingesetzt.

Wie viel PS hat der Ferrari 335 S?

Leistung des Ferrari 335 S: 400 PS.

Welchen Motor hat der Ferrari 335 S?

Motor des Ferrari 335 S: 4023 cm³ Tipo 141 Jano V12. Er ist vorn eingebaut.

Wie schnell ist der Ferrari 335 S?

Höchstgeschwindigkeit des Ferrari 335 S: 300 km/h.

Wie viele Ferrari 335 S wurden gebaut?

Vom Ferrari 335 S wurden 4 Exemplare gebaut.

Wer hat den Ferrari 335 S konstruiert?

Konstruktion des Ferrari 335 S: Carrozzeria Scaglietti.

Was sind Vorgänger und Nachfolger des Ferrari 335 S?

Vorgänger: Ferrari 315 S. Nachfolger: Ferrari 250 TR.

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