Der F1/87/88C ist die für 1988 ans neue Reglement angepasste Version des Vorjahreswagens. Weil das Tanklimit von 195 auf 150 Liter sank, bekam er neue Flügel und eine etwas tiefere Motorabdeckung. Gerhard Berger und Michele Alboreto wurden Dritter und Fünfter der Fahrerwertung, Ferrari belegte hinter McLaren Platz zwei bei den Konstrukteuren; der Wagen holte eine Pole-Position in Silverstone und einen Sieg in Monza. Sein Hauptproblem war der Spritverbrauch gegenüber den Honda-Motoren von McLaren, denn Ferrari hatte den V6 nur weiterentwickelt.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
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Weiterentwickelt statt neu gebaut
Honda hatte für die gesenkte Spritgrenze von 150 Litern und den tieferen Ladedruck von 2,5 bar einen komplett neuen V6 gebaut. Ferrari entwickelte dagegen nur den Tipo 033 des Vorjahres zum Tipo 033A weiter. Mit rund 650 bis 720 bhp bei 12.000/min zählte der Motor zwar zu den stärksten im Feld, war aber im Verbrauch unterlegen.
Silverstone als Beispiel
Berger führte von der Pole-Position zunächst zusammen mit Senna und baute einen grossen Vorsprung auf. Als Senna in der 14. Runde vorbeizog, zeigte die Anzeige schon, dass der Sprit mindestens 5 Runden vor Schluss ausgehen würde. Berger drosselte den Ladedruck, senkte die Drehzahl und schaltete früh, blieb aber am Ende trotzdem stehen. Senna gewann im strömenden Regen mühelos, während Berger immer langsamer fahren musste.
Barnard und Guildford
Barnard empfahl früh in der Saison, die Drehzahl des Tipo 033A um 1000/min zu senken und den Motor neu abzustimmen, um Sprit zu sparen. Sein Verhältnis zum Team war angespannt: Er arbeitete nicht in Maranello, sondern im Ferrari-Büro in Guildford in England. Er wollte seine junge Familie nicht nach Italien umsiedeln und angeblich auch der italienischen Presse entgehen, die bei Misserfolgen schnell urteilte. Das Verbrauchsproblem schien erst vor dem überraschenden Doppelsieg in Monza einigermassen im Griff.
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