Das 250 GT Coupé von Boano und Ellena, gebaut von 1955 bis 1958, entstand aus einem Kapazitätsproblem: Ferrari wollte mehr 250 GT Coupés verkaufen, doch Pinin Farina kam mit der Karosserieproduktion in seinen Turiner Werkstätten nicht mehr nach und plante in Grugliasco ein neues Werk. Den Auftrag für Karosserien und Innenräume erhielt in der Zwischenzeit Felice Mario Boano, der 1954 seine eigene Carrozzeria gegründet hatte. Er liess den Knick hinter den Türen weg und senkte die Dachlinie leicht ab. Unter der Haube arbeitete ein 3,0-Liter-V12 von Colombo mit 240 PS.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Mehr erfahrenEin Kapazitätsproblem · Design · Produktion
Ein Kapazitätsproblem
Pinin Farina war Opfer des eigenen Erfolgs geworden: Die Werkstätten am Corso Trapani in Turin reichten für eine halbe Serienfertigung nicht aus. 1955 wählten Battistas Sohn Sergio und Technikchef Renzo Carli ein Gelände in Grugliasco am Stadtrand aus. Mit dem Ausbau lenkte Farina die Firma auch in die Hände der nächsten Generation. Felice Mario Boano hatte 1953 Ghia verlassen und 1954 mit seinem Sohn Gian Paolo und Partner Luciano Pollo in Grugliasco die Carrozzeria Boano gegründet. Er erhielt den Auftrag, Karosserien und Innenräume zu bauen.
Design
Pinin Farina entwarf die Serie als Weiterentwicklung des Speciale Coupé 0407GT mit komplett neu gestaltetem Heck. Vorn sass ein deutlich kleinerer, elliptischer Kühlergrill mit integrierten Nebelscheinwerfern, hinten flankierten eckige, vorstehende Heckflossen die Karosserie. Das Gesamtbild ähnelte dem 410 Superamerica. Boano-Coupés erkennt man an der durchgehenden Linie ohne Knick hinter den Türen, nur ganz wenige hatten einen zusätzlichen Lufteinlass auf der Haube. Am Genfer Salon im März 1956 zeigte Pinin Farina den ersten Prototyp.
Produktion
Boano besass ein Designstudio in Turin und eine Fabrik in Brescia, die grosse Aufträge abwickeln konnte; einen Teil des Startkapitals steuerte die Familie seines Schwiegersohns Ellena bei. Türgriffe, Scheibenwischer oder Fensterkurbeln lieferten Dritte wie Fiat und Alfa Romeo, was Wartung und Ersatzteilversorgung erleichterte. Das erste Exemplar, Fahrgestell 0429GT, baute Pinin Farina 1955 mit Stahlkarosserie und Leichtmetall-Hauben und -Türen; es wurde 1956 in Genf gezeigt.
Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Häufige Fragen zum Ferrari 250 GT Coupé Boano / 250 GT Coupé Ellena
Wann wurde der Ferrari 250 GT Coupé Boano / 250 GT Coupé Ellena gebaut?
Der Ferrari 250 GT Coupé Boano / 250 GT Coupé Ellena wurde von 1955 bis 1958 gebaut.
Wie viel PS hat der Ferrari 250 GT Coupé Boano / 250 GT Coupé Ellena?
Leistung des Ferrari 250 GT Coupé Boano / 250 GT Coupé Ellena: 240 PS.
Welchen Motor hat der Ferrari 250 GT Coupé Boano / 250 GT Coupé Ellena?
Motor des Ferrari 250 GT Coupé Boano / 250 GT Coupé Ellena: 3,0 l (2953 cm³) Tipo 128 Colombo V12. Er ist vorn eingebaut.
Wer hat den Ferrari 250 GT Coupé Boano / 250 GT Coupé Ellena entworfen?
Design des Ferrari 250 GT Coupé Boano / 250 GT Coupé Ellena: Carrozzeria Pinin Farina.