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Ferrari 290 MM

Ferrari 290 MM (1956)

Foto: Tino Rossini from Toronto, Canada · CC BY 2.0

Einsatz1956
MotorV12
Leistung320 PS
Höchsttempo280 km/h
Stückzahl4
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Der Ferrari 290 MM entstand 1956 für die Mille Miglia, als Nachfolger des 860 Monza – daher die Buchstaben «MM». Ferrari wollte damit auf den Erfolg von Mercedes-Benz im Jahr 1955 reagieren. Die grösste Neuerung war der Motor: Ein neuer 60-Grad-V12 von Vittorio Jano ersetzte die Vierzylinder der Vorgänger und leistete 320 PS bei einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. Die Karosserie von Scaglietti hatte eine Kopfstützen-Wölbung, die für Ferraris Rennwagen der folgenden Jahre typisch wurde. Gebaut wurden vier Wagen.

Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.

Wissenswert

  • Fangios 290 MM aus der Mille Miglia 1956 wurde 2015 für 28 Millionen US-Dollar versteigert, damals der dritthöchste Preis, der je für ein Auto bezahlt wurde.
  • 290 MM und 860 Monza sahen sich zum Verwechseln ähnlich; unterscheiden liessen sie sich nur an den Lufteinlässen der Fronthaube und den zwei auffälligen Auspuffrohren.
  • Das Chassis war Ferraris erster Versuch eines Gitterrohrrahmens.
  • Eugenio Castellotti gewann 1956 die Mille Miglia im 290 MM, Juan Manuel Fangio wurde in einem weiteren 290 MM Vierter.
Mehr erfahrenTechnik des V12 · Chassis und Fahrwerk · Im Rennsport · Stückzahlen und Markt

Technik des V12

Der neue 60-Grad-V12 hatte vier Zündverteiler, zwei Kerzen je Zylinder, 9:1 Verdichtung und Trockensumpfschmierung. Vittorio Jano entwarf ihn zusammen mit Andrea Fraschetti und Vittorio Bellentani; Grundlage war der 4,5-Liter-Motor der Grand-Prix-Wagen. Jano soll dabei Lampredis langen und Colombos kurzen Block zu einem Konzept verschmolzen haben. Die Leistung lag bei 320 PS und 7200 Umdrehungen pro Minute.

Chassis und Fahrwerk

Der 290 MM nutzt das Chassis Tipo 520 des 860 Monza, eine Weiterentwicklung des Tipo 510 von 1955. Zwei grosse ovale Rohre bilden die Basis, ergänzt durch dünnere Rohre für mehr Steifigkeit, es war Ferraris erster Versuch eines Gitterrohrrahmens. Vorn arbeiten Doppelquerlenker, hinten eine De-Dion-Achse. Äusserlich unterscheidet sich der 290 MM vom 860 Monza vor allem durch die Lufteinlässe auf der Fronthaube und zwei Auspuffrohre.

Im Rennsport

Ferrari meldete 1956 fünf Wagen zur Mille Miglia, darunter zwei 290 MM und zwei 860 Monza. Eugenio Castellotti gewann im 290 MM, Juan Manuel Fangio wurde im Schwesterwagen Vierter. 1957 siegte ein 290 MM, der aus einem 860 Monza umgebaut worden war, bei den 1000 km von Buenos Aires. Stirling Moss fuhr den Typ bei den Bahamas Speed Weeks 1957 und gewann dort.

Stückzahlen und Markt

Vier Exemplare entstanden, eines davon (Chassis 0628) wurde 1957 aus einem 860 Monza umgebaut. Der Wagen, mit dem Fangio 1956 die Mille Miglia fuhr, kam am 10. Dezember 2015 bei RM Sotheby's für 28 Millionen US-Dollar unter den Hammer, der höchste Preis für ein 2015 verkauftes Auto. 2018 wechselte ein weiteres Exemplar für 22 Millionen US-Dollar den Besitzer.

Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.

Häufige Fragen zum Ferrari 290 MM

Wann wurde der Ferrari 290 MM eingesetzt?

Der Ferrari 290 MM wurde 1956 eingesetzt.

Wie viel PS hat der Ferrari 290 MM?

Leistung des Ferrari 290 MM: 320 PS.

Welchen Motor hat der Ferrari 290 MM?

Motor des Ferrari 290 MM: 3490 cm³ Tipo 130 Jano V12. Er ist vorn eingebaut.

Wie schnell ist der Ferrari 290 MM?

Höchstgeschwindigkeit des Ferrari 290 MM: 280 km/h.

Wie viele Ferrari 290 MM wurden gebaut?

Vom Ferrari 290 MM wurden 4 Exemplare gebaut.

Wer hat den Ferrari 290 MM konstruiert?

Konstruktion des Ferrari 290 MM: Carrozzeria Scaglietti.

Was sind Vorgänger und Nachfolger des Ferrari 290 MM?

Vorgänger: Ferrari 410 S; Ferrari 860 Monza. Nachfolger: Ferrari 290 S.

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