Foto: Brian Snelson from Hockley, Essex, England · CC BY 2.0
Der 643 kam 1991 beim Grossen Preis von Frankreich als Ersatz für den 642 zum Einsatz und wurde von Steve Nichols und Jean-Claude Migeot konstruiert. Sein Fahrgestell war komplett neu, mit weicheren Federwegen, wie Alain Prost sie gewünscht hatte; der V12 wurde im Lauf des Jahres sechsmal grundlegend überarbeitet. Prost fuhr bei der Premiere in die erste Startreihe, führte kurz und wurde Zweiter, nachdem ihn Nigel Mansell im Renault-Williams überholt hatte. Am Ende half der Wagen dem Team zu Rang 3 in der Konstrukteurswertung. Nach Vorwürfen gegen die Teamleitung wurde Prost später durch Gianni Morbidelli ersetzt.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Wissenswert
- Prost sagte schliesslich, ein Lastwagen wäre leichter zu fahren als dieser Wagen; nach dem Japan-Rennen wurde er entlassen.
- Es war Prosts zweite Entlassung durch ein Werksteam: Renault hatte ihn zwei Tage nach Saisonende wegen öffentlicher Kritik am RE40 entlassen.
- Zum ersten Mal seit 1986 gewann Ferrari kein Rennen in der Formel 1.
- Der V12 wurde 1991 sechsmal grundlegend weiterentwickelt, die letzte Ausbaustufe fuhr von Portugal bis zum Saisonende.
Mehr erfahrenChassis und Motor · Warum es nicht reichte · Bilanz
Chassis und Motor
Das Chassis des 643 war eine Neukonstruktion, weil der 642 unter wechselhaftem Handling litt, und liess weichere Federwege zu, wie von Prost gewünscht. Nach dem Frankreich-Rennen wurden die Auspuffausgänge von unter dem Auto verlegt, in Belgien kamen kleine Änderungen an der Verkleidung. Der V12 im Gusseisenblock von 125 kg drehte rund 14.800/min und leistete gegen 735 PS (540 kW). Der Tank fasste 215 Liter, das Siebengang-Halbautomatikgetriebe baute Ferrari selbst.
Warum es nicht reichte
Der 643 war nicht so konkurrenzfähig wie die Williams FW14 und McLaren MP4/6. Ein grosses Problem war, dass wegen der unruhigen Teamführung keine korrekten Daten gesammelt wurden. Teamchef Cesare Fiorio war entlassen worden, und Prost machte den Verantwortlichen Claudio Lombardi, Piero Ferrari und Marco Piccinini Vorwürfe. Beim Finale in Australien fuhr Testfahrer Gianni Morbidelli, der Sechster wurde.
Bilanz
Der 643 sammelte 39,5 der 55,5 Punkte des Teams; weitere 16 Punkte kamen mit dem 642 in den ersten sechs Rennen. Zusammen mit dem 642 standen 8 Podestplätze zu Buche und Rang 3 in der Konstrukteurswertung. Anfang 1992 testete Ivan Capelli den Wagen noch, bevor ihn zu Saisonbeginn der F92A ablöste.
Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Häufige Fragen zum Ferrari 643
Wann wurde der Ferrari 643 eingesetzt?
Der Ferrari 643 wurde 1991 eingesetzt.
Wie viel PS hat der Ferrari 643?
Leistung des Ferrari 643: 710 hp bei 13'800 /min.
Welchen Motor hat der Ferrari 643?
Motor des Ferrari 643: 3499 cm³ 65° V12 NA Ferrari Tipo 291. Er sitzt als Mittelmotor hinter den Sitzen.
Wie viele Ferrari 643 wurden gebaut?
Stückzahl des Ferrari 643: 5 Chassis.
Wer hat den Ferrari 643 konstruiert?
Konstruktion des Ferrari 643: Steve Nichols (Technischer Direktor); Jean-Claude Migeot (Chefdesigner); Gianfranco Ciampolini (Leitung Elektronik); Paolo Massai ….
Wer fuhr den Ferrari 643?
Fahrer des Ferrari 643: Alain Prost, Jean Alesi, Gianni Morbidelli.
Wie viele Rennen hat der Ferrari 643 gewonnen?
Der Ferrari 643 holte 0 Siege in 10 Rennen.
Was sind Vorgänger und Nachfolger des Ferrari 643?
Vorgänger: 642. Nachfolger: F92A.
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