Foto: Luigi Rosa from Pavia, Italy · CC BY-SA 2.0
Einsatz1986
MotorV6
Höchsttempo330 km/h
Der F1/86 war Ferraris Wagen für die Formel-1-Saison 1986 und wurde wie sein Vorgänger 156/85 von Harvey Postlethwaite entworfen. Er basierte weitgehend auf dem Vorjahresauto, verbessert wurden vor allem die Zuverlässigkeit und die Aerodynamik; äusserlich fielen die grösseren Abmessungen und eine neue Motorhaube um den Überrollbügel auf. Der Tipo-032-Motor galt als einer der stärksten im Feld, und auf den Geraden gehörte der Wagen zu den schnellsten. Trotzdem fuhr er der Konkurrenz von Williams, McLaren, Lotus und Benetton hinterher, Alboreto und Johansson holten fünf Podestplätze, aber keinen Sieg. Es war der letzte Ferrari mit einem 120°-Turbo-V6.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Wissenswert
- Laut englischer Quelle ist der F1/86 das leistungsstärkste Auto, das Ferrari je gebaut hat, ob für Rennen oder Strasse.
- In Frankreich zog Alboreto im Qualifying auf der langen Mistral-Geraden am Williams von Nigel Mansell vorbei, qualifizierte sich aber sechs Zehntel langsamer als dieser.
- Nur eine Runde führte der F1/86 in der ganzen Saison: in Belgien, als Johansson die Spitze erbte. Er wurde Dritter, vor Alboreto, obwohl ihn das Team per Funk zurückbeordert hatte.
- Als Alboreto in Monza am Freitag fehlte (Dusche oder Motorrad, so die Gerüchte), fuhr Johansson ein paar Runden in dessen Qualifying-Auto und fand es deutlich stärker als sein eigenes.
Mehr erfahrenStarker Motor, schwaches Auto · Saisonverlauf · Ausblick auf 1987
Starker Motor, schwaches Auto
Der Tipo 032 war der letzte 120°-Turbo-V6 von Ferrari, und das Team war das einzige, das auf diesen Bankwinkel setzte. Im Rennen waren die Motoren auf etwa 850 bhp gedrosselt. Auf den Geraden gehörte der Wagen zu den schnellsten, oft nur von den BMW-Autos übertroffen. Doch der Motor litt unter zu hohen Temperaturen, und grössere Lufteinlässe hätten die Aerodynamik verschlechtert. Für 1987 kam ein ganz neuer 90°-V6, der Tipo 033.
Saisonverlauf
Die Zuverlässigkeitsprobleme des Vorjahres waren laut englischer Quelle fast beseitigt, doch Williams-Honda, McLaren-TAG, Lotus-Renault und Benetton-BMW fuhren davon. Alboreto und Johansson holten fünf Podestplätze, davon vier Johansson, aber keinen Sieg, keine Pole-Position und keine schnellste Runde. In Monza setzte Alboreto die Williams von Mansell und Piquet unter Druck, bevor er sich am Ausgang der Variante del Rettifilo drehte. Zuvor hatte er Rosberg, Arnoux und Berger überholt.
Ausblick auf 1987
Ferrari holte gegen Ende der Saison John Barnard, damals Technischer Direktor bei McLaren, um ab 1987 wieder aufzuholen. Das Chassis wurde durch den von Gustav Brunner entworfenen F1/87 ersetzt. Optisch wirkte der F1/86 wuchtig und erinnerte viele an den 126C3, war tatsächlich aber kleiner und flacher.
Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Häufige Fragen zum Ferrari F1/86
Wann wurde der Ferrari F1/86 eingesetzt?
Der Ferrari F1/86 wurde 1986 eingesetzt.
Wie viel PS hat der Ferrari F1/86?
Leistung des Ferrari F1/86: 850 hp bei 12'000 /min (Rennen), 1250 hp+ bei 12'000 /min ….
Welchen Motor hat der Ferrari F1/86?
Motor des Ferrari F1/86: 1496 cm³ 120° V6 turbo Ferrari Tipo 032. Er sitzt als Mittelmotor hinter den Sitzen.
Wie schnell ist der Ferrari F1/86?
Höchstgeschwindigkeit des Ferrari F1/86: 330 km/h.
Wer hat den Ferrari F1/86 konstruiert?
Konstruktion des Ferrari F1/86: Harvey Postlethwaite (Technischer Direktor); Jean-Claude Migeot (Chefdesigner); Jean Jacques His (Chief und Transmission Designer).
Wer fuhr den Ferrari F1/86?
Fahrer des Ferrari F1/86: Michele Alboreto, Stefan Johansson.
Wie viele Rennen hat der Ferrari F1/86 gewonnen?
Der Ferrari F1/86 holte 0 Siege in 16 Rennen.
Was sind Vorgänger und Nachfolger des Ferrari F1/86?
Vorgänger: 156/85. Nachfolger: F1/87.
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