Die 250 GT Berlinetta SWB gehörte zu den bedeutendsten GT-Rennwagen ihrer Zeit. Mit einem kurzen Radstand von 2400 mm sollte sie sich besser fahren lassen; erstmals bei einem Ferrari GT gab es Scheibenbremsen. Entwickelt wurde sie von Giotto Bizzarrini, Carlo Chiti und dem jungen Mauro Forghieri, jenem Team, das später den 250 GTO baute. Von den 176 gebauten Wagen gab es Strassenversionen («Lusso») und Rennversionen mit Stahl- oder Aluminiumkarosserie und 240 bis 280 PS. Sie gewann 1961 die GT-Klasse der Markenmeisterschaft und siegte 1960, 1961 und 1962 bei der Tour de France Automobile.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Mehr erfahrenEntwicklung und Homologation · Die Versionen · Ruf und Rang
Entwicklung und Homologation
Die SWB löste die 250 GT Berlinetta LWB ab; in Italien spricht man vom «Passo Corto». Vorgestellt wurde sie im Oktober auf dem Pariser Salon, danach verkaufte sie sich rasch und kam sofort im Rennsport zum Einsatz. Am 17. Juni 1960 erhielt der Typ die FIA-Homologation Nr. 22 für die Gruppe GT, gerade rechtzeitig für Le Mans am 25. Juni 1960. Ihr Rezept waren geringes Gewicht, hohe Leistung und ein gut abgestimmtes Fahrwerk.
Die Versionen
Den Anfang machte die Competizione mit Aluminiumkarosserie und einem Colombo-Motor vom Typ 168. 1961 folgte die nochmals leichtere Version SEFAC Hot Rod; beide fuhren erfolgreich und holten 1960 und 1961 unter anderem Klassensiege in Le Mans. 1960 kam die Lusso mit Stahlkarosserie und einigen Komfortdetails dazu. Zu den Serienwagen gesellten sich acht Autos mit Sonderaufbauten von Pininfarina und Bertone; vier weitere erhielten nachträglich neue Karosserien von Sportscars, Neri e Bonacini und Zagato.
Ruf und Rang
2004 setzte Sports Car International die 250 GT SWB auf Platz sieben einer Liste der besten Sportwagen ihrer Zeit; Motor Trend Classic stellte sie auf Rang fünf der zehn «grössten Ferraris aller Zeiten». In der Tour de France Automobile musste sie nach den Siegen von 1960, 1961 und 1962 dem GTO den Vortritt lassen.
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