Der 250 GT/E 2+2 war der erste Ferrari mit vier Sitzen, der in grösserer Serie entstand; frühere Viersitzer wurden nur in sehr kleinen Stückzahlen gebaut. Damit Platz für die hinteren Sitze entstand, rückte der Motor im Fahrgestell nach vorn; die Rückbank taugte allerdings eher für Kinder als für Erwachsene. Der V12 leistete 240 PS. Offiziell eingeführt wurde das Modell im Oktober 1960 am Pariser Salon, bis 1963 entstanden in drei Serien insgesamt 955 Wagen bei Pinin Farina. Ein Exemplar wurde der römischen Polizei geschenkt, zur Würdigung ihrer Arbeit gegen die Mafia.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
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Technik und Karosserie
Technisch blieb vieles beim Alten: Das Chassis war noch immer die Konstruktion vom Typ 508 aus dem Jahr 1955, und es arbeitete weiterhin ein Tipo-128-Zwölfzylinder. Für die zweite Sitzreihe rückten Motor und Getriebe um 20 cm nach vorn, der Wagen wurde um mehr als 30 cm länger als das Coupé. Pininfarina zeichnete die Karosserie ohne Bezug zum Vorgänger, als Semi-Fliessheck-Coupé mit stark geneigter C-Säule und langem Kofferraum. Serienmässig standen Borrani-Räder: RW3591 bei Serie 1, RW3690 bei den Serien 2 und 3.
Drei Serien
Die Serie 1 mit 299 Wagen wurde im Oktober 1960 in Paris eingeführt. 1961 folgte die Serie 2 mit 356 Wagen, mit zusätzlichen Instrumenten, Änderungen im Innenraum und einer überarbeiteten Belüftung. Die Serie 3 mit 300 Wagen erschien 1963 in Genf, die Produktion hatte Ende 1962 begonnen. Äusserlich erkannte man sie an dickeren Scheinwerferrahmen, nach aussen versetzten Zusatzlichtern und Einzelrückleuchten statt der Mehrlinsen-Leuchten. Auch die hintere Stossstange wurde leicht umgeformt.
Markt und Nachfolger
Der GT/E war ein grosser wirtschaftlicher Erfolg und blieb weitgehend standardisiert; Sonderversionen entstanden nur in Einzelfällen. Der Listenpreis lag bei 11’500 US-Dollar. Das Exemplar der römischen Polizei verunfallte laut Quelle fast sofort, wurde ersetzt und diente bis 1968, die Fahrer erhielten ein Training in Maranello. Als Nachfolger erschien der optisch ähnliche 330 America, der das Chassis des GT/E übernahm, aber den grösseren 4,0-Liter-Motor der 330er-Reihe erhielt.
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